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Lied: WDR5 Ü-Wagen - scientology, was wollen die eigentlich?!

Mood: urks... scheiße...

 

Was ich eigentlich nachschauen wollte, weiß ich schon gar nicht mehr. Denn auf der GMX-Startseite hat mich ein Artikel abgelenkt. "Immer mehr grausige Details über britisches Horrorkinderheim". Im ersten Moment musste ich an die Manga-Reihe "Monster" denken. - Ekligerweise im zweiten, dritten und vierten auch noch.

Aber es war tatsächlich nicht nur der Artikel über die Kinderknochenfunde in zugemauerten "Geheimkellern" des ehemaligen Kinderheims, in dem zur Zeit eine Jugendherberge untergebracht ist, der mir wirklich den Appetit verdorben hat. Auch nicht allein die Tatsache, dass da vermutlich noch mehrere Leichen versteckt sind und die Sache auf pädophile Gewaltverbrecher zurückgeht. So wurde mindestens einer mittlerweile identifiziert, der öfters als "Weihnachtsmann" im Heim zu Besuch war. Leider schon tot.

Nein, wobei mir wirklich schlecht geworden ist, waren die Meinungskommentare der Leser. Nicht, weil sie alles abgewiegelt und verharmlost haben - klar, ein zwei dieser Meinungen gibt es auch - Sondern dass die Art der Behandlung anscheinend in VIELEN Kinder- und Erholungsheimen der 50er und 60er Jahre Gang und Gebe war. Kindermissbrauch, Strafen die jedem Grundsatz der unantastbaren Menschenwürde widersprechen etc.pp.

Ich dachte, Monster wäre ein guter, spannender Krimi. Jetzt stelle ich fest, dass es eine ekelerregende Realitätsstudie zu sein scheint. Und das diese Vorfälle systematisch vertuscht wurden. Das die Opfer dermaßen traumatisiert wurden, dass sie lieber leidend schweigen, als sich an die Öffentlichkeit zu wenden. Ich frag mich schon gar nicht mehr, wie sowas passieren kann. Man sieht jeden Tag zu viele Gesetz- und Soziallücken, als sich eine Antwort darauf wirklich verweigern lassen könnte. Auch nicht die Frage, warum Menschen sowas tun. Wir sind im Prinzip zu noch wesentlich grausameren Dingen fähig.

Es ist die Tatsache, DAS es soetwas gibt. Das mag naiv klingen in Anbetracht der Tatsache, was es sonst noch alles gibt. Aber die Erfahrung, etwas als Wirklichkeit verbuchen zu müssen, was man bisher nur als mehr oder weniger utopischen "Roman" kannte - das ist gruselig, erschreckend und widerlich.

 

 

Zeuginnen berichten von Horror-Kinderheim auf Jersey

Lesermeinungen dazu

Leichen im zugemauerten Keller - Artel der SZ

1.3.08 12:44
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Smee (1.3.08 19:15)
Erschreckend finde ich ebenso, dass Kindesmissbrauch verjäht. D.h. wenn ein Opfer nach 20 jahren über die Tat spricht, dann kann der Täter nicht mehr verknackt werden.


dreimal darfst du raten (9.5.08 09:28)
Dazu gibts ja gerade sone dolle Aktion "Gegen Verjährung von Kindesmissbrauch", hab ich fleißig weitergeleitet und unterschrieben, natürlich.

Ich hatte letztens eine Diskussion mit meinem Vater, wo er sich strikt FÜR die Verjährung ausgsprochen hat (allgemein, nicht speziell im Falle des Missbrauchs, aber durch die allgemeine Fassung schließt er den ja mit ein...) und ich hab gedacht, ich hör nicht richtig! Zum Kotzen, und das von meinem eigenen Vater.

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